Feuer für Europa neu entfachen

Die Kärntner Kandidaten der Volkspartei für die EU-Wahl, Claudia Wolf-Schöffmann und Meinrad Höfferer, starten heute ins Finale ihres Wahlkampfs. Vor allem rufen sie – gemeinsam mit Landesgeschäftsführerin Julia Schaar – Kärntner dazu auf, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Nur wer wählt, entscheidet, welchen Weg Europa in Zukunft geht“, sagt Schaar klar. Das sei entscheidend, denn „die EU berührt viele Lebensbereiche der Kärntner“. Das müsse man den Menschen bewusst machen.

Als Bildungsexpertin geht es Claudia Wolf-Schöffmann vor allem um die junge Generation in Kärnten. „Sie sind die Zukunft Europas“, sagt sie klar. „In ihr liegen unsere Hoffnungen.“ Deshalb sei es wichtig, dass junge Kärntner am kommenden Sonntag ihre Stimme abgeben. „Wie wichtig die EU als Partner für Kärnten ist, ist nicht so bekannt, wie ich mir das wünschen würde“, so Schöffmann. Man müsse mehr Bewusstsein dafür schaffen. Schöffmann: „Die Schule spielt dabei eine entscheidende Rolle – und damit auch die Lehrerinnen und Lehrer.“

Deshalb plädiert sie dafür, dass EU-Themen zu einem besonderen Schwerpunkt in der Aus- und Fortbildung der Lehrer bekommen, etwa: „Wenn Lehrerpersonen stärker erleben, welche Projekte in Kärnten durch die EU finanziert sind, können sie das auch besser an die Schüler weitergeben“, regt Schöffmann einen „Wandertag für Lehrer“ an. Sie tritt für Ausflüge und Besichtigungen von EU-geförderten Projekten in Kärnten ein. „Die EU ist selbstverständlich geworden, wir müssen das Feuer neu entfachen.“

Deshalb begrüßt sie die Maßnahme von Bildungsminister Heinz Faßmann ab September mehr Geld für Erasmus-Stipendien zur Verfügung zu stellen. „Derzeit bekommen Studierende je nach Aufenthaltsland zwischen 300 und 400 Euro pro Monat“, sagt sie, „ab dem kommenden Schuljahr erhöht sich die Summe um 60 Euro pro Monat.“ Außerdem werde bei Beziehern von Studienbeihilfe die Auslandsbeihilfe künftig nicht mehr mit dem Erasmus-Stipendium gegengerechnet. „So wird ein Auslandssemester noch attraktiver, vor allem aber leistbarer“, ist Schöffmann überzeugt. 2018 nahmen 18.525 Österreicher (1.317 Kärntner) an Erasmus teil. Für die Aufenthalte wurden fast 39 Millionen Euro (2,6 Millionen Euro in Kärnten ausgegeben. Schöffmann: „Ich bin mir sicher, dass in Zukunft mehr junge Menschen die Chance auf ein Semester im EU-Ausland nutzen.“

Für Meinrad Höfferer ist es entscheidend, dass der EU-Binnenmarkt weiter gestärkt wird und Hürden wie z. B. bei der Mitarbeiterentsendung innerhalb der EU abgebaut werden. Er fordert, dass auch in der Lehrlingsausbildung Auslandsaufenthalte in der EU möglich sind. Kärnten brauche gut ausgebildete Fachkräfte in allen Bereichen – die EU spielt eine wesentliche Rolle für die Unternehmen. Höfferer: „Europa ist die Lebensversicherung für den Wirtschaftsstandort Kärnten – sieben von zehn Euro werden in Kärnten im Ausland verdient.“ Höfferer setzt sich für Initiativen für die Wirtschaft ein. „Kärnten etabliert sich immer mehr als Zentrum der Alpen-Adria-Region“, so Höfferer. „Wir müssen eine EU-Alpen-Adria-Strategie aufsetzen und damit auch zusätzliche Fördergelder.“ Schließlich leben in der Region zwölf Millionen „potenzielle Kunden“.

Insgesamt brauche es vereinfachte Möglichkeiten, um zu Förderungen der EU zu kommen. „Kleine Unternehmen und Einrichtungen haben es zunehmend schwieriger, EU-Gelder abzuholen“, kritisiert Höfferer. „Wir dürfen kein Bürokratiemonster erschaffen, sondern brauchen mehr Transparenz und mehr Möglichkeiten.“ Wichtig sei auch, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viele EU-Regelungen Österreich selbst in der Hand hat und das mit dem "Golden Plating" (dem Übererfüllen von EU-Standards auf nationaler Ebene) Schluss sein muss." Wichtig sei auch, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie viele Regelungen Österreich selbst in der Hand hat.

Am Sonntag haben es nun die Kärntner Wähler in der Hand. Julia Schaar macht auf das Vorzugsstimmen-System der Volkspartei aufmerksam: „In der ÖVP haben alle Kandidaten dieselben Chancen, unabhängig von ihrem Listenplatz“, erklärt sie. „Bei uns hat der Wähler das letzte Wort.“

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