Kärntner Volkspartei erstmals mit weiblicher Doppelspitze

Bei der Pressekonferenz anlässlich des Landesparteivorstandes der neuen Kärntner Volkspartei blickt Landesparteiobmann Martin Gruber auf die Erfolge des ablaufenden Jahres 2019 zurück. Als „historisch“ bezeichnet Gruber das Kärntner Wahlergebnis der Nationalratswahl Ende Oktober. „Wir sind als Erster durchs Ziel gegangen“, erinnert er. „Erstmals mit knapp 35 Prozent, vor der SPÖ.“ Das starke Plus von 8,1 Prozentpunkten lag auch über dem bundesweiten Plus der Volkspartei.

Auch auf die weiteren Wahlen des Jahres verwies Gruber. „Wir haben alle Wahlen erfolgreich geschlagen“, freut er sich. Bei der Arbeiterkammerwahl gewann die ÖVP ein Mandat hinzu, bei der Europawahl verzeichnete sie ein Plus von neun Prozent und landete bei 29 Prozent. Bei den Personalvertretungswahlen im öffentlichen Dienst verteidigte die FCG ihre starken 42 Prozent und erreichte damit den ersten Platz.

Gruber resümiert: „Wir sind motiviert für neue Herausforderungen und richten unseren Blick bereits klar Richtung 2021.“ Er vergleicht mit dem Skispringen: „Wir werden den Aufwind nutzen, um auch bei der nächsten Schanze den K-Punkt zu überspringen.“

Eine wesentliche Rolle wird dabei Susi Hager zukommen. Sie wurde bei der heutigen Sitzung des Landesparteivorstandes einstimmig zur neuen Landesparteisekretärin der Kärntner Volkspartei gewählt. Die Position ist seit dem Wechsel von Sebastian Schuschnig ins Regierungsteam vakant. „Susi Hager ist als starke Frau die perfekte Besetzung“, so Gruber. „Mit ihren Kompetenzen in den Bereichen Familie und Soziales sowie als jemand, der Stadt und Land in sich verbindet wird sie maßgeblich zur begonnenen inhaltlichen Verbreiterung der Partei beitragen.“ Besonders stolz ist Gruber, dass die Volkspartei die erste Kärntner Landespartei mit einer weiblichen Doppelspitze ist.

Genau dieser Umstand war auch der Landesgeschäftsführerin Julia Schaar ein großes Anliegen. „Ich bin überzeugt davon, dass deutlich mehr Frauen als derzeit die Politik maßgeblich mitgestalten sollten“, sagt Schaar. In der Kärntner Volkspartei gebe es bereits viele Frauen, die ihre Kompetenz und ihr Wissen einbringen. So sind etwa die Stellvertreter von Landesparteiobmann Martin Gruber zu 50 Prozent mit Frauen besetzt, und auch drei der sechs Bünden stehen Frauen als Obfrauen vor. Aber: „Nur 20 Prozent unserer Gemeindemandatare sind derzeit weiblich – das sind mir persönlich zu wenige.“

Schaar sieht die Problematik noch immer in der Vereinbarkeit. „Als Frau mit Kindern hat man viele Bälle gleichzeitig in der Luft“, analysiert sie, „und es ist eine Herausforderung, alle Bälle zu jonglieren.“ Sie ist aber froh, dass immer mehr Frauen bereit sind, Top-Positionen zu übernehmen und dass Susi Hager ab Jänner die Position der Landesparteisekretärin übernehmen wird.

Schaar: „Ich bin Susi Hager nicht nur menschlich sehr verbunden, sondern schätze sie auch wegen ihrer politischen Erfahrung und ihrem Gestaltungswillen.“ Hager ist seit 23 Jahren Mitglied der Volkspartei und nun die dritte Periode im Klagenfurter Gemeinderat vertreten. Seit Jahresbeginn sitzt sie dem ÖVP-Fachausschuss „Familie und Soziales“ vor. Außerdem ist die Juristin seit rund 20 Jahren ehrenamtlich für das Hilfswerk und das Kinderrettungswerk tätig.

„Familie und Soziales sind ureigenste Werte der Volkspartei“, sagt Hager. „Diesen Bereichen möchte ich mehr Platz und Gewicht in der Partei geben.“ Aus ihren Ehrenämtern sind ihr die Herausforderungen der Zukunft bekannt. „Als berufstätige Mutter, die ehrenamtlich engagiert und auch politisch aktiv ist, kenne ich die Challenge.“ Theorie und Praxis sei in vielen Fällen noch weit voneinander entfernt. Hager: „Mich stört, wenn die Politik Müttern oder Familien vorschreibt, wie sie das Leben und die Kinderbetreuung organisieren sollen.“ Das müsse genau umgekehrt sein, fordert sie: „Jede Familie soll selbst entscheiden, was für ihre Lebenssituation die beste Lösung ist. Die Politik muss dann den Rahmen dafür sicherstellen, damit niemand aus der Entscheidung einen Nachteil hat.“

Hager will in der Partei auch für die Fokussierung auf urbane Themen eintreten. „Ich bin am Land aufgewachsen und lebe in der Stadt – vereine also beides in mir“, so Hager. „Deshalb weiß ich, dass sich Stadt und Land nicht gegenseitig ausschließt.“ Eine Fokussierung auf das Leben in den Städten bedeutet kein Abweichen von den Positionen zum ländlichen Raum. „Es muss der Volkspartei aber auch um Wohnen, Mobilität und familienfreundliche Infrastruktur in den Städten gehen“, ist Hager überzeugt.

In der Volkspartei wird sich Hager auf inhaltliche Themenaufbereitung und Kampagnen kümmern – durch die Arbeit in den Fachausschüssen und die Fortbildung von Funktionärinnen und Funktionäre in der Akademie. Bei Landesgeschäftsführerin Julia Schaar bleiben die Agenden Finanzen, Personal, Organisation, Kommunikation nach außen und Wahlkampf-Leitung.

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