Kärntner Volkspartei will Eltern für Gefahren im Internet sensibilisieren

In einem Webinar zeigte am gestrigen Abend Logmedia-Geschäftsführer Marc Gfrerer, wie Eltern Smartphones, Tablets und Computer kindersicher machen. Als Familienvater ist es Gfrerer ein Anliegen, bedenkliche Inhalte nicht an Kinder heranzulassen. Seine Zeit und sein Wissen stellte er interessierten Eltern auf Einladung von ÖVP-Landesgeschäftsführerin Julia Löschnig und ÖVP-Landesparteisekretärin Susi Hager zur Verfügung. „Die Digitalisierung macht vor unseren Kleinsten nicht halt“, begründet Löschnig die Initiative der Neuen Kärntner Volkspartei. „Ganz im Gegenteil – sie wachsen als digital Natives auf. Deshalb müssen Mütter und Väter wissen, wie sie das Internet auf Endgeräten kinderfreundlich halten.“ Hager ergänzt: „Wir wollen Eltern sensibilisieren und auf die Wichtigkeit von sicherem Internet aufmerksam machen – Eltern haben hier große Verantwortung.“

Für IT-Experten Gfrerer steht fest: „Im Internet lauern Gefahren für Kinder 24 Stunden am Tag und sieben Tag die Woche. Nur allzu schnell könne man auf nahezu allen Plattformen und allen Apps auf bedenkliche Inhalte – ob pornografisch oder gewaltverherrlichend – stoßen. Dazu kommen Cybermobbing und Versucher von Fremden, über gefälschte Profile anzüglichen Kontakt zu Kindern herzustellen. „Diese Gefahren müssen Eltern und auch wir als Gesellschaft insgesamt ernst nehmen und unsere Kinder schützen“, so Gferer. Entscheidend sei allerdings, dass man gemeinsam mit den Kindern für Sicherheit auf den Geräten sorgt. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Kinder nicht nur kontrollieren soll, sondern sie begleiten muss“, erklärt Gfrerer. „So verstehen sie vereinbarte Regeln und auch die Bedeutung von Sicherheit im Netz.“ Verbote allein seien nicht zielführend.

 

Beim Online-Seminar präsentierte Gfrerer praktische Tipps und berichtete von seiner Erfahrung als Papa. „Jeder Staat funktioniert nur mit Gesetzen“, sagt er. „Das ist im Internet und auf digitalen Geräten nicht anders.“ Jedes Gerät verfüge über die Möglichkeit, Regeln für die Nutzung einzustellen – von Begrenzung der Bildschirmzeit, über Familienfreigabe bis hin zu Altersfreigabe und Filter für Inhalte.

 

Geht es um Filter, die anstößige Inhalte für Kinder blockieren, sind Löschnig und Hager die Kosten ein Dorn im Auge. „Bei vielen Internet-Anbietern müssen Eltern für hochwertige Filter extra bezahlen“, kritisieren sie. Ihre Forderung: „Auch Provider sind der Gesellschaft verpflichtet, deshalb sollten diese Filter zum Schutz unserer Kinder kostenlos angeboten werden.“ Außerdem: „Es muss zur Pflicht werden, dass Verkäufer die Einstellungen am Smartphone für die Kunden vornehmen und die Geräte voreingestellt ausgehändigt werden.“ Anbieter müssten ein ureigenes Interesse daran haben, dass die Kunden von morgen sich schon heute unbedenklich im Internet bewegen können.

Die wichtigsten Tipps für kindersicheres Internet:

  • Bildschirmzeit limitieren und Handyfreie Tage einlegen
  • Flexibel bleiben – Ausnahme machen, wenn Freunde zu Besuch sind
  • Stichproben durchführen – regelmäßig Chatverläufe ansehen
  • Altersfreigaben und Filter für bedenkliche Inhalte auf den Geräten einstellen
  • Familienfreigabe aktivieren, um Zugang zu den Inhalten der Kinder zu haben
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