„Mehr Frauen sollen politische Entscheidungen mitgestalten!“

Seit über 100 Jahren fordern Frauen am 8. März gleiche Rechte wie Männer ein. Was seinen Ursprung in der Erkämpfung des Wahlrechts für Frauen hatte, hat auch 2020 nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Deshalb machen ÖVP-Landesgeschäftsführerin Julia Löschnig und ÖVP-Landesparteisekretärin Susi Hager anlässlich des Weltfrauentages am kommenden Sonntag auf notwendige gesellschaftliche Veränderungen aufmerksam. „In vielen Lebensbereichen muss die Politik noch viel tun, um tatsächliche Chancengerechtigkeit zwischen Mann und Frau herzustellen“, mahnt Löschnig Maßnahmen ein – von geschlechtergerechter Bezahlung, über Altersarmut bis hin zu Verteilung von unbezahlter Arbeit für die Gesellschaft.

Löschnig bringt ein Beispiel: „Fast 90 Prozent der häuslichen Pflege wird von Frauen durchgeführt, und als Dank haben sie dann finanzielle Nachteile in der Pension – das dürfen wir als Gesellschaft nicht zulassen!“ Sie appelliert an die Verantwortlichen die in Aussicht gestellten Verbesserungen rasch umzusetzen. „Aufgrund der demographischen Entwicklung wird die Betreuung und Pflege zuhause immer wichtiger“, so Löschnig. „Das automatische Pensionssplittung und eine Info-Kampagne für die Möglichkeit der Weiterversicherung, wenn Pflegende Teilzeit arbeiten, dürfen nicht lange auf sich warten lassen.“

Dass die Kärntner Volkspartei Maßnahmen für Familien und Frauen zu einem Schwerpunkt im heurigen Jahr gemacht hat, betont Hager. „Wenn es etwa um Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, liegen Theorie und Praxis oft noch weit auseinander“, sagt Hager. Ein Bündel von Maßnahmen sei nötig, um Verbesserungen herbeizuführen. „Es kann aber nicht sein, dass die Politik Frauen und auch Familien vorschreibt, wie sie zu leben haben“, findet Hager klare Worte. „Jede Frau und jede Familie soll selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Die Politik muss dann gerechten Lösungen zur Verfügung stellen – von flexibler Kinderbetreuung bis zu Fairness für pflegende Angehörige.“

Ein besonderes Anliegen ist Löschnig und Hager, dass sich mehr Frauen politisch engagieren. „Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich, trotzdem ist die Politik noch immer eine Männerdomäne“, sagt Löschnig. „In der Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau kann sich vieles ändern, wenn viel mehr Frauen politische Entscheidungen mitgestalten.“ Dafür sei es notwendig, dass die Politik selbst familienfreundlicher wird – und die Kärntner Volkspartei will mit gutem Beispiel vorangehen. Erste Maßnahmen haben Löschnig und Hager bereits gesetzt: Im Mai startet ein Frauenmentoring, das Bildungsprogramm der Partei beinhaltet Angebote, die auf die Bedürfnisse und Interessen von Frauen abgestimmt sind. Und: Bei Veranstaltungen bietet die Volkspartei Kinderbetreuung an, wenn der Bedarf angemeldet ist. 

„Wir führen derzeit auch eine groß angelegte Umfrage durch“, sagt Hager. Mehr als 20 Fragen zu Organisation und Hürden sollen Antworten darauf geben, welche Änderungen notwendig sind, damit sich mehr Frauen in der Politik engagieren können. „Wir werden aus den Antworten Maßnahmen ableiten“, so Hager. „Noch vor dem Sommer werden wir ein eigenes Familien-Paket präsentieren.“

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