Startschuss für Tourismusregionen der Zukunft

„Viele Jahre wurde über die weitere Stärkung der Tourismusregionen geredet, jetzt packen wir es in einem breit angelegten Prozess gemeinsam an. Davon profitiert der gesamte Tourismusstandort“, gibt unser Tourismuslandesrat Ulrich Zafoschnig in der Regierungssitzung den Start eines Evaluierungsprozesses für die Kärntner Tourismusregionen bekannt. Derzeit gibt es in Kärnten 14 Tourismusregionen, deren Struktur nun evaluiert und optimiert werden soll. „Nicht alle erfüllen die gesetzlichen Erfordernisse der Mindestnächtigungen bzw. des Mindestbudgets. In der bestehenden Struktur gibt es also durchwegs noch Potenzial, sie noch schlagkräftiger zu gestalten“, erläutert Zafoschnig. Welche Struktur und wie viele Regionen aus tourismuspolitischer Sicht sinnvoll wären, soll unter breiter Einbindung der Stakeholder Gemeinden, Regionen, Unternehmer usw. fachlich erarbeitet werden.

"Wir werden eine schlankere und schlagkräftigere Regionsstruktur schaffen, um noch stärker am internationalen Tourismusmarkt auftreten zu können. Nur Regionen, die auch ausreichend finanzielle Mittel und Ressourcen für die Bewerbung haben, werden international entsprechend wahrgenommen“, so Zafoschnig. Auch die Anforderungen der Digitalisierung seien für kleinere Regionen sowohl personell als auch finanziell herausfordernd. Dass größere Regionen zielführend wären, davon ist auch die Kärnten Werbung überzeugt, denn dieses Bild bestätige sich auch im internationalen Vergleich. Der Tourismusreferent hält aber klar fest: „Es wird keine einseitige Zwangsverordnung ohne Einbindung der regionalen Unternehmer und Gemeinden geben. Ich  erhoffe mir jedoch den entsprechenden Mut und Weitblick seitens der Tourismuswirtschaft in der Diskussion." Am Ende dieses Prozesses soll dann ein mehrheitlich akzeptierter und ein auf fachlichen Grundlagen basierender Verordnungsentwurf vorliegen. Der Prozess soll bis Ende Juni 2019 abgeschlossen sein und danach die offizielle Begutachtung der Regionsverordnung starten.

„Ich will den Tourismus zukunftsfit machen, nicht den Status verwalten. Die Ausgangslage könnte derzeit nicht besser sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir in einem starken Schulterschluss aller Beteiligten einen mutigen Ansatz schaffen, um gestärkt in die Zukunft zu gehen“, so Zafoschnig abschließend.

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