Verbesserungen Semesterticket für Studierende

„Schluss mit doppelt zahlen: Das Semesterticket gilt ab sofort auch am Wochenende!“

  • Semesterkarte für Kärntens Studierende gilt ab dem Sommersemester endlich von Montag bis Sonntag.
  • Hauptwohnsitz muss dafür nicht mehr in Kärnten sein. 
  • Stadtzuschlag entfällt auch für Studierende: Stadtbusse in Klagenfurt können ab Mai auch von Studenten kostenfrei genutzt werden.

Einen nächsten Schritt, den öffentlichen Verkehr in Kärnten attraktiver zu machen, kündigt heute, Mittwoch, Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig an: „Ab dem Sommersemester können Studierende mit dem Semesterticket des Verkehrsverbundes kostenfrei auch am Wochenende fahren. Damit wird der öffentliche Verkehr für Junge einen Schritt attraktiver.“ 

Bislang galt das Semesterticket nur werktags von Montag bis Freitag. „Völlig unverständlich“, wie Schuschnig findet: „Gerade Studierende müssen den öffentlichen Verkehr zu den Zeiten nutzen können, wenn sie ihn brauchen und nicht doppelt zur Kasse gebeten werden. Das bereinigen wir jetzt.“ Die neue Regelung gilt ab dem Sommersemester 2020. Bereits alle Semestertickets, die seit 15. Feber gelten, sind so ausgestattet. Durch die Ausweitung des Tickets sei ab Semesterstart beispielsweise eine entspannte Anreise zum Studienort bereits am Sonntag möglich. Auch Fahrten zur Bibliothek am Wochenende oder das Treffen von Studierenden an den Bildungseinrichtungen wird dadurch erleichtert. „Wir entlasten damit alle Studierende, die zur Universität pendeln und verbessern das Campusleben.“ Ebenso werde ein nächster Schritt gesetzt, um den Tarifdschungel zu entschlacken. Schuschnig: „Wir arbeiten bereits an nächsten Schritten, die wir schrittweise umsetzen. Mittelfristig wird es jedoch mehr Budget im öffentlichen Verkehr brauchen.“

Auch die bisher nötige Voraussetzung zum Erwerb des Semestertickets, eines Hauptwohnsitzes in Kärnten zu haben, wird ab dem Sommersemester abgeschafft. „Alle Studierende, die lediglich einen Nebenwohnsitz in Kärnten hatten, wurden vom Semesterticket ausgeschlossen. Diese Regelung war ungerecht, praxisfern und nicht zeitgemäß. Wir haben sie daher gestrichen.“ erläutert Schuschnig. Ab sofort könne jeder Studierende, der nicht älter als 24 Jahre ist und in Kärnten studiert, die Semesterkarte beantragen.

Als „positives Signal und Schritt in die richtige Richtung“ begrüßen der Obmann der Klagenfurter Aktionsgemeinschaft und stv. ÖH-Vorsitzende Markus Baurecht sowie JVP-Obmann Julian Geier die Ausweitung des Semestertickets. „Jugendliche müssen für den öffentlichen Verkehr begeistert werden. Gerade für unsere Generation ist Klimaschutz das zentrale Anliegen der Zukunft.“, so Geier. Baurecht ergänzt: „Unser Ziel ist es, dass Kärntner Studierende auch in Kärnten ein besseres Angebot an öffentlichem Verkehr bekommen. Wir haben in den letzten Monaten in Gesprächen mit der Landesregierung darauf gepocht.. Es ist erfreulich, dass nun Bewegung in das Thema kommt. Ein moderner Hochschulstandort braucht ein zeitgemäßes Angebot an Bus und Bahnverbindungen“. JVP-Geier kündigen darüber hinaus an, ein Maßnahmenpaket für die Verbesserung des Mobilitätsangebots für Junge und Studierende in Kärnten zu erarbeiten. „Dieses Maßnahmenbündel bringen wir in den laufenden ÖV-Reformplan des Landes ein“.

Einigkeit herrscht beim Thema Budget: „Gerade in Zeiten des Klimaschutzes sind alle gefordert, deutlich mehr in den öffentlichen Verkehr zu investieren. Kärnten hat im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlichen Aufholbedarf aufgrund der Versäumnisse der letzten Jahrzehnte“ so Schuschnig. „Die Zeiten des Kaputtsparens gehören ab sofort der Vergangenheit an“. Während Kärnten rund 30 Mio Euro jährlich für den öffentlichen Verkehr aufwende, seien es in Salzburg mehr als doppelt so viel, in Tirol werden sogar 140 Mio. aufgewendet. Schuschnig: „Dafür lege ich noch heuer einen Reformplan vor, der anhand von konkreten Zahlen den Aufholprozess zeigt und den Finanzbedarf berechnet. Das wichtigste in Kärnten wird jedoch eine deutliche Ausweitung des Angebots sein. Die Tarifreform werden wir im Einklang mit den Plänen des Bundes angehen.“ Geier findet deutliche Worte: „Kärnten muss an die Zukunft denken und die Budgets für die Öffis deutlich aufstocken. Besonders die Verbindungen zu Uni und Fachhochschule müssen auf der Agenda ganz oben stehen.. Das 1-2-3-Ticket des Bundes muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Kärntens Jugend braucht eine deutliche Verbesserung der Situation“. Baurecht: „Eine Verdichtung der Angebote ist jedoch mindestens so wichtig wie billige Tickets. Denn wo nur ein, zweimal am Tag ein Bus fährt, wird sich auch mit einem billigen Ticket wenig ändern.“    

Die verbesserte Semesterkarte für Studenten kann online über die Webseite des Verkehrsverbundes Kärnten beantragt werden. Nach der Zahlung könne die Semesterkarte selbst ausgedruckt werden. Ebenso ist es möglich, die Semesterkarte für Studierende auf sein Smartphone zu laden, zusätzlich zu dem bereits bekannten Papierausweis. Schuschnig: „Dadurch erspart sich der Studierende Zeit und zusätzlich Wege. Es braucht nur ein paar wenige Klicks und man kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in den Hörsaal und zurückfahren.“

Information:

Die Semesterkarte gilt ab 15. Feber für fünfeinhalb Monate und ist streckenbezogen. Sie gilt für und gilt für Studierende an der Universität Klagenfurt, Fachhochschule Kärnten, Pädagogischen Hochschule Kärnten sowie an der Gustav Mahler Privatuniversität.  Gemeinsam mit dem Online-Antrag muss auch ein Meldezettel, die Inskriptionsbestätigung und ein aktuelles Passfoto hochgeladen werden. 

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