Volkspartei stellt sich in Klagenfurt, Villach und Spittal neu auf

Binnen drei Tagen leitet Martin Gruber in den drei Städten Erneuerung und Verbreiterung ein. Die Volkspartei zieht damit nach kärntenweitem Wahlerfolg Konsequenzen in Problemgemeinden.

Die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Kärnten haben gezeigt, dass die Kärntner Volkspartei auch in Städten beachtliche Ergebnisse erzielen kann. In fünf von acht Bezirksstädten geht die ÖVP mit einem starken Plus oder auf historisch hohem Niveau aus der Wahl. In der Stadt Feldkirchen beträgt das Plus sensationelle 15 Prozentpunkte. In Hermagor (+4 %), Wolfsberg (+5 %) und Völkermarkt (+6 %) erzielte die ÖVP ebenfalls große Zugewinne. Und in St. Veit ist es das zweitbeste Wahlergebnis in vier Jahrzehnten.

In weiteren Kärntner Städten ist die Volkspartei stimmenstärkste Fraktion: In Radenthein (+ 20 %), Althofen (+ 4 %) und in Bleiburg (+4 %). Zusätzlich gibt es massive Zugewinne in einigen Städten – zweistellig in Straßburg (+17 %) und St. Andrä (+11 %) sowie ebenfalls deutlich in Bad St. Leonhard (+ 7 %).

Die Ergebnisse in den 3 Bezirkshauptstädten Villach, Klagenfurt und Spittal sind im Vergleich zu den anderen, landesweit durchwegs positiven städtischen ÖVP-Ergebnissen schmerzlich. Damit kann die Landespartei nicht zufrieden sein. „Es waren drei Städte, die den großen Wahlerfolg der ÖVP trüben, wir beginnen dort mit einer Erneuerung und Neuorganisation“, sagt Landesparteiobmann Martin Gruber. „Das Ziel ist, auch in diesen drei Städten – wie bereits in anderen in Kärnten – Wahlen zu gewinnen.“

Diese Konsequenzen wurden in Villach am Dienstag gezogen. Peter Weidinger, dessen Plagiatsaffäre eine schwere Bürde für den Wahlkampf darstellte, sowie auch Spitzenkandidatin Katharina Spanring legten ihre Führungsfunktionen zurück und stehen auch nicht als Kandidaten für den anstehenden Stadtparteitag zur Verfügung. „Der designierte Stadtrat Christian Pober ist bestens geeignet, die Villacher Volkspartei mit ruhiger Hand in einer Phase der Verbreiterung und Neuorganisation zu führen“, ist Gruber überzeugt. „Er wird als geschäftsführender Stadtparteiobmann den Stadtparteitag zur zukünftigen Weichenstellung vorbereiten.“

In Klagenfurt und Spittal überschattete eine Sondersituation den Wahlkampf aller anderen Parteien, so auch der Volkspartei – nämlich: die Zuspitzung auf ein „Duell der Titelverteidiger“. Das Ergebnis zeigte aber auch in diesen beiden Städten deutlichen Handlungsbedarf innerhalb der Parteistruktur. 

In Klagenfurt erklärte Stadtrat Markus Geiger am Mittwoch nach einem Gespräch mit Landesparteiobmann Gruber seinen Rücktritt als Stadtparteiobmann. Landesgeschäftsführerin Julia Löschnig wurde vom Stadtparteivorstand einstimmig zur geschäftsführenden Stadtparteiobfrau bestellt. „Als Landesparteiobmann habe ich vor bald drei Jahren einen Weg der Erneuerung und Verbreiterung eingeschlagen, bei dem Julia Löschnig als Landesgeschäftsführerin eine Weggefährtin der ersten Stunde war“, erklärt Gruber. „Diesen erfolgreichen Weg wird sie nun auch konsequent für die Klagenfurter Volkspartei und unsere Landeshauptstadt beschreiten.“ 

Auch in Spittal an der Drau hat Gemeindeparteiobmann Markus Unterguggenberger gestern, Donnerstag, nach einem Gespräch vor Ort mit Gruber persönliche Konsequenzen gezogen und in einer Besprechung des zukünftigen Gemeinderatsteams alle Funktionen zurückgelegt, „Markus Unterguggenberger hat Größe gezeigt und erklärt, aktiv den Weg für eine Neuaufstellung freizumachen und daher auch kein Mandat anzunehmen“; berichtet Gruber weiter. Als Gemeindeparteiobmann-Stellvertreter werden die Gemeinderäte Lukas Gradnitzer und Albert Lagger interimistisch die Parteigeschäfte führen und die anstehenden Gremialsitzungen und Weichenstellungen vorbereiten. 

„Die Wählerinnen und Wähler haben den Weg der Neuen Kärntner Volkspartei in jenen Gemeinden und Städten deutlich bestätigt, in denen wir Erneuerung und Verbreiterung bereits eingeleitet haben“, so Gruber abschließend. „Nach der raschen Neuaufstellung werden wir diesen erfolgreichen Weg ab sofort auch konsequent in Klagenfurt, Villach und Spittal fortsetzen.“​

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